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kulturMONTAG

Kultur, Magazin • 30.03.2026 • 22:30 - 23:20
Peter Schneeberger.
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Martin Traxl
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Clarissa Stadler.
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Originaltitel
kulturMontag
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2026
Kultur, Magazin
Machtmissbrauch – Schwere Vorwürfe gegen zwei der größten Kulturinstitutionen Österreichs: Der langjährige Intendant der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser ist – wegen "unüberbrückbarer Auffassungsunterschiede und Differenzen", wie es das Büro von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler am Donnerstag mitteilte – mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Grund dafür dürfte sein Führungsstil gewesen sein, in Medienberichten ist gar von einem "Klima der Angst" die Rede. Auffallend ähnlich klingen aktuelle Berichte aus dem Kunsthistorischen Museum: Auch dort habe ein toxisches Arbeitsklima geherrscht, berichtete Anfang der Woche die "ZIB 2". Mehrere Mitarbeiter:innen werfen dem Geschäftsführungs-Duo Jonathan Fine und Paul Frey Mobbing und Bossing vor. Die beiden weisen sämtliche Vorwürfe aufs Entschiedenste zurück und betonen in einer Pressekonferenz, niemand wäre direkt an sie, an den Betriebsrat oder die Gleichstellungskommission herangetreten. Das Kuratorium als Aufsichtsgremium will die Vorwürfe nun von externen Gutachtern prüfen lassen. Letztlich steht Aussage gegen Aussage. Offen bleibt die Frage, warum sich in jüngster Zeit Meldungen über verschiedenste Formen des Machtmissbrauchs häufen. Ist die Kulturbranche besonders anfällig? Wie lässt sich zivilisierte Führungskultur verlässlich implementieren? Der "kulturMONTAG" auf der Suche nach Antworten. Machtwechsel? Kulturschaffende über Ungarn vor der Wahl: Mitte April finden in Ungarn Nationalratswahlen statt und erstmals seit 2010 ist ein Machtwechsel realistisch, wenn auch keineswegs sicher. Die besten Chancen werden Oppositionsführer Péter Magyar zugestanden, der im Wahlkampf Korruptionsbekämpfung, Reformen im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie bessere Beziehungen zu EU und NATO verspricht. Der "kulturMONTAG" hat sich in der ungarischen Kulturszene umgehört: Zu Wort kommen der Mitbegründer des experimentellen Künstlerkollektivs "vegyeskereskedés" Taras Tolstikov, die Schauspielerin und Schlagersängerin Sarolta Zalatnay sowie der Maler, Musiker und Satiriker drMáriás. Der Künstler zeigt Persiflagen auf Viktor Orbán, Donald Trump, Wladimir Putin und andere führende Persönlichkeiten in seiner Schau "Es lebe die Diktatur!" am Godot Institute of Contemporary Art in Budapest. Macht der Veränderung – Giottos Bilder-Zyklus zu Franz von Assisi in Perugia: Zum 800. Todestag des Nationalheiligen Italiens eröffnet eine große Ausstellung in Perugia unter dem Titel: "Giotto und der Heilige Franziskus". Im Zentrum steht das Zusammentreffen des charismatischen Kirchenmanns mit dem innovativen Malergenie Giotto di Bondone. Dieses bewirkte eine tiefgreifende Veränderung der künstlerischen Sprache: von der "griechischen Manier" zu einer revolutionär neuen Darstellung – Malerei, die Emotionen und Gefühle vermittelt, abzulesen anhand der Malereien in der ab 1288 entstandenen oberen Basilika des Heiligen Franziskus in Assisi. Revolutionär neu war nicht nur Giottos Malweise, sondern auch die Lebensweise von Franziskus, den man heute als Sozialrevolutionär, Tierflüsterer und Umweltaktivisten bezeichnen könnte. Als Sohn wohlhabender Eltern hat er sich der Armut verschrieben, für soziale Gerechtigkeit gekämpft und – ob er tatsächlich, wie es die Legende besagt, mit Tieren sprechen konnte oder nicht – sich jedenfalls für das Tierwohl eingesetzt. Seine Lebensgeschichte hat viele legendäre Filmemacher, von Roberto Rossellini über Pier Paolo Pasolini bis hin zu Franco Zeffirelli, inspiriert. Der "kulturMONTAG" begibt sich auf Spurensuche.