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Tod nach der Disco - Der Eiskeller Fall

Info, Recht + Kriminalität • 02.04.2026 • 01:00 - 01:35
Wegen eines Zeugenaufrufs schickt Iris T. ihren Sohn Sebastian zur Polizei. „Hätte ich gewusst, was passiert, hätte ich das niemals getan.“
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Sebastian T. rückt ins Visier der Ermittler. „Ich habe der Hanna nichts getan, ich kannte sie nicht einmal", sagt er. Im ersten Prozess wird er wegen Mordes zu 9 Jahren Haft verurteilt.
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Die Mutter (2. v. r.), Oma und Tanten von Sebastian T. saßen in jeder Verhandlung. Als sich im ersten Prozess eine Verurteilung abzeichnet, bitten sie die Münchner Strafverteidigerin Regina Rick um Hilfe.
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Strafverteidigerin Rick ist überzeugt: „Das Sebastian etwas mit dem Tod der Hanna W. zu tun haben soll, ist eine Erfindung der Ermittlungsbehörden.“ Sie legt Revision gegen das erste Urteil ein.
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Originaltitel
Tod nach der Disco - Der Eiskeller-Fall
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Recht + Kriminalität
2022 wird die Studentin Hanna W. (23) nach einem Besuch der Diskothek "Eiskeller" tot in einem Wildbach gefunden. Sebastian T. (20) war nachts in der Gegend joggen und gerät unter Mordverdacht. Es gibt keine Tatwaffe, keine DNA-Spuren, keine Tatzeug:innen. In einem ersten Indizienprozess wird er schuldig gesprochen, mehr als zwei Jahre verbringt er in Haft. Zwei Familien gefangen in einem Albtraum: Die eine Familie hat ihre Tochter verloren, die andere erlebt, wie ihr Sohn zum Mörder erklärt wird. Im April 2025 hebt der Bundesgerichtshof das Urteil auf. Die Neuverhandlung im Herbst 2025 nimmt eine unerwartet schnelle Wende: Sebastian T. wird freigesprochen. Die dreiteilige "ARD Crime Time"-Serie zeichnet in einer aufwendigen journalistischen Recherche diesen Fall nach: Wie konnten sich Ermittler, Staatsanwaltschaft und die Richterin im ersten Prozess so sicher sein, dass es kein Unfall war? Wie schnell kann man in Deutschland ins Gefängnis kommen ohne eindeutige Beweise?